Goldmark - Währung des Deutschen Reichs
Goldmark - Deutsche Mark - Deutsche Reichsmark
Bei Feuer- und Elementarschadensversicherungen wird der Versicherungswert bis heute in Goldmark angegeben.
Der ortsübliche Neubauwert wird dazu nach Bauweise, Größe und Ausstattung festgestellt und in den Preisen von 1914 in Goldmark angegeben. Die Umrechnung erfolgt über den gleitenden Neuwertfaktor, der regelmäßig neu festgelegt wird. Für 2009 beträgt er 15,0.
Deutsches Kaiserreich - Halbkrone 5 Goldmark - Münzen des Deutschen Kaiserreiches
Goldmark-Münzen von 1877/1878; je 1,792g Gold 900/1.000, 17 mm
Die wertvollen und seltenen Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches wurden als 5-Mark-Stücke 1877 und 1878 - geprägt. Schon bald danach verschwanden die ersten Münzen wieder aus dem Umlauf. Am 1. Oktober 1900 wurden die 5-Mark-Goldmünzen offiziell außer Kurs gesetzt.
- J. 185 Friedrich, Großherzog von Baden, 5 Mark 1877.
Großherzog Friedrich I (9.9.1826, Karlsruhe-28.9.1907, Insel Mainau) war zwischen 1852 und 1856 Regent und nach 1856 bis zu seinem Tod 1907 Großherzog des Großherzogtums Baden.
- J. 195 Ludwig II., König von Bayern, 5 Mark 1877/78.
Ludwig Friedrich Wilhelm (25.8.1845, München-13.6.1886, Würmsee) war als Ludwig II. vom 10. März 1864 an bis zu seinem Tod König Bayerns. Nach seiner Entmündigung am 10. Juni 1886 übernahm sein Onkel Luitpold als Prinzregent die Regierung. Ludwig II. wird heute oft als Märchenkönig, seltener als Mondkönig bezeichnet.
- J. 208 Freie und Hansestadt Hamburg, 5 Mark 1877.
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, zweitgrößte Stadt Deutschlands, siebtgrößte Europas sowie die größte Stadt in Europas, die nicht die Hauptstadt eines Staates ist.
- J. 244 Wilhelm I, König von Preussen, 5 Mark 1877/78.
Wilhelm I. (22.3.1797, Berlin-9.3.1888, Berlin) war seit 1858 Regent und seit 1861 König von Preussen sowie ab 1871 Deutscher Kaiser.
- J. 260 Albert, König von Sachsen, 5 Mark 1877.
Friedrich August Albert Anton Ferdinand Joseph Karl Maria Baptist Nepomuk Wilhelm Xaver Georg Fidelis (23.4.1828, Dresden-19.6.1902, Sibyllenort) war von 1873 bis 1902 König von Sachsen.
- J. 291 Karl, König von Württemberg, 5 Mark 1877/78.
Karl Friedrich Alexander (6.3.1823, Stuttgart-6.10.1891, Stuttgart) war von 1864 bis 1891 der dritte König von Württemberg. Er ist Sohn von König Wilhelm I. von Württemberg und seiner dritten Frau Prinzessin Pauline von Württemberg.
Es wurden im deutschen Kaiserreich drei verschiedene Wertstufen geprägt, 5 Goldmark, 10 Goldmark und 20 Goldmark.
Während die 10 und 20 Goldmark Münzen von 1872 bis 1914 geprägt worden sind, wurden die 5 Goldmark Münzen nur im Jahr 1877 und 1878 geprägt, denn die kleinsten Goldmark Münzen konnten sich nicht als Zahlungsmittel durchsetzen. Aufgrund der geringen Prägemengen gelten die 5 Goldmark als die wirklichen Raritäten des Kaiserreichs. Interessant ist, daß die 5 Goldmark Münzen von allen großen deutschen Königreichen, sowie Herzog- und Fürstentümern herausgegeben worden sind:
- Großherzogtum Baden
- Königreich Bayern
- Freie und Hansestadt Hamburg
- Königreich Preussen
- Königreich Sachsen
- Königreich Württemberg
Kurios ist bei den 5 Goldmark Kaiserreichmünzen, daß sie im Jahre 1900 außer Kurs gesetzt worden sind. Die 10 und 20 Goldmark-Münzen blieben auch nach 1914 bis zum Jahr 1938 kursgültig.
Nichtsdestrotrotz mußten die 5-Goldmark-Münzen ab dem 1. September 1938 an die Reichsbank zum Zwangsumtausch abgeliefert werden. Damit war der Besitz dieser Goldmünzen somit untersagt. Doch lieferten zum Glück nicht alle Bürger ihre 5 Goldmark-Münzen bei der Reichsbank ab. Allein diesen mutigen Bürgern ist der Erhalt von geringen Restmengen der Kaiserreich Goldmünzen der Deutschen zu verdanken. Seither sind die Goldmünzen aus der deutschen Kaiserzeit eines der beliebtesten Sammelgebiete und die 5 Goldmark Münzen die seltensten Münzen des Deutschen Kaiserreiches.
Ganz besonders selten sind Kaiserreich Goldmünzen in prägefrischer Erhaltung, d.h. diese Goldmünzen waren nie im Umlauf. Es ist kaum zu glauben, wie diese Münzen die Kriegswirren und die wechselhaften Zeiten überdauert haben. Dies Münzen wurden seit der Ausgabe vor meist über 100 Jahren aufgehoben und dann oft von Generation zu Generation weitergegeben; der Besitz von Goldmünzen war in der Zeit von 1938 bis 1945 strafbar.
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